Kurztexte

Manchmal glaube ich, in der falschen Zeit geboren zu sein, denn ich liebe alte Sprache und Ausdrucksweise. Wann immer es meine Zeit erlaubt versuche ich mich daran. Ich habe hier eine kleine Auswahl zusammengestellt und ich gebe zu, manches hat einen hang zum melodramatischen, aber so war es wohl auch schon bei den alten Dichtern und Denkern. Bitte behaltet eure Kritik, sowie eigene Ideen nicht für euch. Teilt eure Gedanken mit mir. Ich freu mich drauf.

Viel Spaß beim lesen

 

 


Der Fluss

 

Im silbergrauen Glanz eines jeden Morgens,

erwache ich und meine Augen sehen nur ewig gleichsam dieses Bild.

In Hast und unerträglicher Rastlosigkeit versuche ich

Dem Licht der Hoffnungsvollen zu folgen,

doch ihre Schritte hinterlassen keine Spuren und

so verliere ich mich im Dunkel jeden Tages an einem

reißenden Fluss, ihn zu überqueren es mir nicht möglich ist.

Mein Herz schmerzt und ich denke, es kann des Wassers Wucht

Mir nicht mein Leben nehmen. Niemand kann mir nehmen, was

bereits verloren ich hab.

Also wage ich den ersten Schritt und die Wassermacht, reißt

mich mit sich und drückt mich in das finstere Nass.

Angst? Nein! Es ist still, Stille die mir den Atem nimmt und

Ich sehe im Dunkel der Fluten, eine Hand die nach mir verlangt.

Ich steige hinab und folge dem Flüstern in eine liebevollere,freundlichere Welt.

 

© Eileen Schneemilch

Der Narr

 

Der Geruch des blutverschmierten Kleides, der Duft von wilder Rose Heer, greift meine Sinne und stößt sie in einen Rausch. Ich kämpfte mit meines Sinnes wilder Glut, doch du warfst dich in des Feindes zorniges Schwert. Der Kampf um deine Liebe schlagende Brust, entflammt aus Sucht nach dir, wird dieses Ende gleich unser aller Tod sein. Der Blume bleiche Haut welkt in meinen zitternden Händen und rinnt das Leben aus des engelsgleichen Körpers. Die sonst flammenden, liebesdürstenden Lippen verfärben sich und tragen die Farbe eines Schimmels. Nur weicht bei dir, du meine Liebe, die Kraft so schnell heraus. Des Roßes wilde, ungestüme Kraft… sie schwindet. Der Feind steht und sieht dir zu, beim Kampf um jeden Hauch. Für dich will ich mich an seine Kehle stürzen und das Herz Ihm aus dem Leibe reißen, so wie seine Klinge mir das Herz Heraus riss. Du bist mein Herz, meiner Seele Trank und Glück. Oh geh nicht von mir!! Doch meiner Stimme wankender Ton, erreicht dein Ohr nicht mehr. Du gehst im Glauben meiner Liebe sicher. Nun ist auch mein Lebensziel verwirkt und ich lege deinen weichen Körper in das duftende Moos. Das blasse im grünen Boden sieht so lieblich aus und rein. Nur das Rot spricht laut über diese gräuliche Tat. Ein letzter Kuss, gestohlen durch meiner Lippen Lust und eine Träne tropft auf deine bleiche Wange. Nimm sie mit ins Reich der Nacht, doch ich kämpfe nun den letzten Kampf, für dich: Mein Engel! Ich wehre mich nur zaghaft, denn seine Klinge soll mich zu dir bringen. Er meint er wäre Sieger, der törichte Narr!!!

 

©Eileen Schneemilch

 

Ohne Titel

 

Den regelgleichen Fluss des Tages, durchziehen wurzelverknöcherte Gedankenbögen, aus tiefstem, durchbohrten Herzens. Sie fließen ergießen sich in die Lebensflüsse hinab, in einem Rinnsal aus Blut und modrigem Schweiß. Der Kalte, heißgeschmiedete Stahl streckt sich gleichermaßen durch Brust und Hirn, macht jede Regung an Leib und Seele zur quälenden Mühsehligkeit.

©Eileen schneemilch

 

Herzensgüte

 

Nacht schwarzer Traumwesen verhangener Himmel über diesem gottesfremden Lande. Die schauderhaften Wogen des finsteren und eisigen Meeres tragen die Rufe der liebreizenden und vor Liebesschmerz leidenden Seelen hinaus in die Finsternis des sternenfreien Himmelszeltes. Wenn der Schall ihrer Stimmen zurückkehrt aus dieser Schattenwelt, breitet die glühenden Herzen unserer selbst vor ihnen aus und befreit sie mit wahrer Offenheit und Herzensgüte!!!

 

©Eileen Schneemilch

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© Schneemilch, Eileen Autorin

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